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1945 entstand der Wunsch nach einer eigenen Kirche in Allmendingen.
Erst 43 Jahre später nahm dieser Gedanke konkrete Formen an,
und endlich, 1996, stand sie, die neue Allmendinger Kirche, gebaut
nach einem Projekt der Architekten Sylvia und Kurt Schenk.
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| Kirchliches Leben in Allmendingen
von Luzius Jordi, ehemaliger Pfarrer
Immer wieder stelle ich fest: Das kirchliche Leben findet nicht
ausschliesslich mit und um den Pfarrer statt. Ausserhalb der spezifisch
pastoralen Aufgaben geschieht nicht einfach nichts. Zum Glück
auch bei uns in der Kirchgemeinde Thun-Strättligen und deren
Gemeindeteil Allmendingen: Altersarbeit,
die Arbeit mit jungen Familien
("Chäferlihöck", "Zmorge-Träff"),
Kinderarbeit (Spielgruppe,
"Kindertreff"), Jugendarbeit
("Octopussy") und andere Aktivitäten sind möglich
dank vielen freiwilligen HelferInnen unter Begleitung und Beratung
durch die von der Kirchgemeinde angestellten SozialarbeiterInnen.
Auch im spezifisch kirchlichen Leben wirken oft freiwillige Helferinnen
und Helfer im Hintergrund, so im Kirchgemeinderat, im Pfarrkreisteam,
im Komitee des Bazars, der alljährlich Ende November durchgeführt
wird, beim im Februar stattfindenden Suppentag usw.
Dass auch die vielfältigen kulturellen Aktivitäten (Konzerte,
Sommerfest) in den Räumen unserer Kirche durch die rührige
Kultur
Gruppe Allmendingen
(KUGA) unter dem kirchlichen
"Firmendach" stattfinden, wissen viele nicht.
Mindestens zwei Mal pro Monat findet ein Sonntagmorgen-Gottesdienst
in unterschiedlicher Form statt, in dem die Allmendinger "Dorfvereine"
oft mitwirken.
Dass sich bei uns Kirchliches und Weltliches verschränken,
mag zwar gewisse empfind-same Gemüter stören, ent-spricht
aber durchaus dem Auftrag des Evangeliums im Gleichnis Jesu, vor
dem Brotbacken den Teig mit ein bisschen Sauerteig zu vermischen
und zu kneten. Zu viel geistlicher Sauerteig "versauert"
das Brot, zu wenig davon verhindert das Aufgehen. Es entspricht
auch dem Konzept unserer modernen Kirche, die als vielfunktionales
Gebäude gebaut wurde, aber deren Hauptraum dennoch eine
im guten Sinn spirituelle Atmo-sphäre ausstrahlt.
Darum, liebe Allmendinger: Verlieren Sie die Berührungsängste!
Wir sind als Volkskirche eine bunte Gemeinschaft von Verschiedenen
unterwegs ins nächste Jahrtausend, in der sich auch Ihre Stimme
Gehör verschaffen darf. Als Such- und Weggemeinschaft kann
unsere Kirche auch einer weiteren Öffentlichkeit gegenüber
ihren aufgetragenen Dienst tun und im Strom der Zeit neue Wege der
Menschlichkeit und der Hoffnung weisen.
"Das ist die Kirche: dass
man nie allein sein muss, nie allein in den Träumen, nie allein
in den Niederlagen." (Fulbert Steffensky)
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